Donnerstag 30.04.2026 tür 20:00 beginn 21:00
Kantine am Berghain
Zinc & Copper
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Das Tiefblechensemble Zinc & Copper ist eines der wenigen dezidiert zeitgenössischen Blechblaskammerensembles weltweit. Das Markenzeichen des Trios ist die Verschmelzung von Stimmung, Klangfarbe, Instrumenten und Spielern zu einer klanglichen und harmonischen Einheit. Dieser unverwechselbare Ensembleklang zeichnet sich aus durch die Wärme der tiefen Blechbläser, einen feinen harmonischen Farbenreichtum und ein großes Spektrum erweiterter Spieltechniken. Flächen und Pattern sind mit den für Zinc & Copper typischen mikrotonalen Verschiebungen nicht nur klangliche Erlebnisse, sie sind Meditationen über Zeit. In solchen repetitiven Strukturen entfaltet sich der warme, körperliche Klang des Ensembles besonders gut.
2005 von Robin Hayward (Tuba) gegründet, besteht das Trio seit 2014 aus Hayward, der Hornistin Elena Kakaliagou und dem Posaunisten Hilary Jeffery. Das Programm des Ensembles ist auch von experimentellen und außereuropäischen Musikformen sowie von der Zusammenarbeit mit anderen Kunstformen inspiriert. Unter anderem der Filmmusik des international gefeierten Spielfims „The Brutalist“ (Brady Corbet, 2024) haben Zinc & Copper mit ihrem einzigartigen Ensembleklang ihren Stempel aufgedrückt.
Jasmine Guffonds Live-Auftritte erforschen Klang als physische Kraft, spürbar durch tiefe Frequenzen und extreme Dynamik – von kaum hörbar bis hin zu Momenten intensiver Lautstärke. Ihre Veröffentlichungen erkunden abstrakte Klänge und greifen gleichzeitig auf traditionelle musikalische Strukturen zurück. Ihr Ziel ist die Entwicklung einer musikalischen Sprache, die sich gleichermaßen auf Klangphänomene wie auf die emotionale Kraft von Musik bezieht. Ihr Interesse gilt dem Zusammenspiel von menschlichen und maschinellen Faktoren in der elektronischen Musikproduktion. Auch außermusikalische Konzepte beeinflussen die Ästhetik ihrer Musik.
Mit ihrem Album „Alien Intelligence“ aus dem Jahr 2024 erforschte Guffond die Autonomie von Maschinen mithilfe von Max/MSP-Programmierung und einem modularen Serge-Synthesizer. Dieser Prozess hinterfragte die vermeintlich zentrale Rolle der menschlichen Subjektivität in soziotechnischen Systemen. Ihr Album „Muzak for the Encouragement of Unproductivity“ aus dem Jahr 2025 ist eine poetische Umkehrung der traditionellen Rolle von Fahrstuhlmusik, die reibungslose Produktivität am Arbeitsplatz fördern soll.
Eine Veranstaltung von Autopilot Music