Mittwoch 12.08.2026 beginn 19:00
Kantine am Berghain
Screening 6
Artist films on sub- and counterculture
- JetztLaura Nitsch
- JetztMicaela Durand & Daniel Chew
- JetztYoung-jun Tak
Tickets
0,00€ via Free / Frei
SCREENING – Artist films on sub- and counterculture ist eine sechsteilige Kurzfilmreihe, die Film- und Videoarbeiten international renommierter Künstler*innen mit selten gezeigten Undergroundfilmen zusammenbringt. An sechs Abenden im Sommer 2026 präsentiert die Kantine am Berghain Kurzfilme, die sich auf unterschiedliche Weise mit Musik, Körper und Identität im Kontext von Sub- und Gegenkulturen auseinandersetzen. Der Eintritt ist frei.
SCREENING
Artist films on sub- and counterculture
Kantine am Berghain
23 Juni, 1 Juli, 8 Juli, 30 Juli, 5 August und 12 August
Laura Nitsch
Violett, 2022, 28’
Violett beschäftigt sich mit den historischen Verbindungen zwischen Armut, Queerness und öffentlichem Raum. Ausgangspunkt der Arbeit ist eine Recherche in Wiener Archiven zu einer lesbischen Beziehung zwischen zwei Arbeiterinnen Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Film macht diese marginalisierte queere Geschichten sichtbar und hinterfragt die Grenzen offizieller Geschichtsschreibung.
In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sich Laura Nitsch (geb. 1986) mit Begehren und Ökonomie, Arbeit und Freundschaft, Eigentum und Bildung sowie Klassenkampf und kollektiven Strukturen. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei der Diagonale, im mumok, der nGbK Berlin und dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gezeigt.
Young-jun Tak
Wish You a Lovely Sunday, 2021, 18’
Wish You a Lovely Sunday stellt über tänzerische Choreografien eine Verbindung zwischen der Kirche am Südstern und dem queeren Club SchwuZ her – zwei auf den ersten Blick gegensätzliche, zugleich aber ritualisierte Gemeinschaftsräume. Der Film untersucht die Parallelen beider Orte als Räume von Ritual, Gemeinschaft und Körperpraxis und zeigt in der Verschiebung zwischen Kirche und Club die permanente Neuverhandlung von Bewegung, Kontext und Bedeutung.
Young-jun Tak (geb. 1989 in Seoul) ist ein südkoreanischer Künstler, der in Berlin lebt und arbeitet. In seinen Arbeiten verbindet er Performance, Video, Skulptur und Installation, um Fragen von Körperlichkeit, Queerness, Spiritualität und kultureller Identität zu untersuchen. Seine Arbeiten wurden international in Ausstellungen und Biennalen gezeigt, unter anderemauf der Berlin Biennale, der Julia Stoschek Foundation Berlin, dem Museum of Contemporary Art Tokyo und dem Seoul Museum of Art.
Micaela Durand & Daniel Chew
Negative Two, 2019, 28’
Ein schwuler Mann Anfang zwanzig entwickelt über Textnachrichten eine Beziehung zu einem Fremden, den er auf einer Dating-App kennenlernt. Während ihr Austausch zunehmend intimer wird, bewegt sich der Protagonist durch seinen Alltag als Architekt in New York. In den Glasfassaden der Stadt spiegeln sich nicht nur sein eigenes Bild, sondern auch die allgegenwärtigen Bildschirme und digitalen Oberflächen seines Lebens. Zwischen Social Media, Selbstinszenierung und dem Wunsch nach echter Nähe versucht er, das perfekte Selfie aufzunehmen – in der Hoffnung, seinem Gegenüber schließlich persönlich zu begegnen. Doch bleibt offen, ob ein reales Treffen die Sehnsüchte beider tatsächlich erfüllen kann.
Die New Yorker Filmemacher*innen Daniel Chew und Micaela Durand entwickeln präzise Beobachtungen zeitgenössischen urbanen Lebens und untersuchen die Oberflächenästhetik der Großstadt ebenso wie die neuen Formen digitaler Verbundenheit. Seit ihrem Studium an der NYU Tisch School of the Arts arbeiten sie in unterschiedlichen kollaborativen Formaten zusammen, darunter Filmprojekte, Net-Art-Arbeiten und digitale Publikationen.
Programm: Sebastian Weise